Trauer um Thomas Freienstein
Die Radsportjugend von German Cycling trauert um Thomas Freienstein.
Der ehemalige Mountainbike-Nachwuchsbundestrainer und Landesverbandstrainer ist plötzlich und unerwartet gestorben. Er wurde 66 Jahre alt.
Mit Thomas verlieren wir einen sympathischen und engagierten Mitstreiter, dessen Fokus immer auf der Förderung und Entwicklung von jungen Menschen lag.
Zum Radsport kam Thomas durch seinen Onkel, mit dem er schon als Kind Touren durch das heimische Rhön-Gebirge machte. Schließlich wurde er erfolgreicher Radrennfahrer. Mit 17 startete Thomas mit dem deutschen Junioren-Straßenvierer erstmals bei einer Weltmeisterschaft und wurde Sechster.
Zu seinen größten Erfolgen gehörten unter anderem sein Titelgewinn bei den Deutschen Amateur-Straßenmeisterschaften 1984, zwei DM-Titel im Mannschaftszeitfahren (1981 und 1985) sowie zwei Gesamtsiege bei der Hessen-Rundfahrt (1982 und 1984). 1984 nahm er an den Olympischen Spielen in Los Angeles teil und trat dort im Straßenrennen (22.) sowie im Mannschaftszeitfahren (12.) an.
Nach seiner aktiven Laufbahn wurde Thomas, dem der Radsportnachwuchs besonders am Herzen lag, Trainer und Lehrer am Heinrich-Heine-Gymnasium in Kaiserslautern, einer Elite-Schule des Sports. Bis Anfang 2026 war er rund 20 Jahre lang als Trainer des Mountainbike-Nachwuchses bei German Cycling (GC) sowie zuvor Landesverbandstrainer von Rheinland-Pfalz tätig.
In dieser Zeit feierte Thomas einige Erfolge mit dem Nachwuchs, doch es ging ihm nicht nur um Titel und Medaillen. Im Fokus seiner Arbeit stand, dass eine Schützlinge besser werden und sich weiterentwickeln können.
Das zeigte er auch mit Beginn seines Ruhestandes. Thomas engagierte sich ehrenamtlich weiter für die Jugend im MTB-Bereich. So initierte er erstmalig ein deutsch-französisches Austauschcamp, welches er in Deutschland und Frankreich als leitender Betreuer durchführte.


