Cross

Cyclocross ist eine Disziplin des Radsports, bei der man mit dem Rad querfeldein durch Wälder und unwegsames Gelände fährt. Nach einem regelrechten Boom in den USA findet der Sport nun auch wieder nach Europa zurück. Im Unterschied zum Mountainbiking wird auf speziellen Rennrädern gefahren, die sich durch einen stabilen Rahmen und sehr breite Reifen auszeichnen. Cyclocross wird vom Weltradsportverband UCI organisiert.

 

Cross

Ihren Ursprung hat diese Radsportart in Frankreich, kurz nach der Jahrhundertwende 1899/1900. Es gibt viele Anekdoten über die Erfinder des Cyclocross. Eine besagt, dass viele Straßenrennradfahrer im Winter zu Trainingszwecken von Stadt zu Stadt fuhren, dabei mussten sie öfters querfeldein über Felder, Wiesen und Wälder. Auch kam es vor, dass die Fahrer ihre Räder schultern mussten, wenn es galt, Bachläufe oder Weidezäune zu überqueren. Der erste nationale Wettkampf im Cyclocross fand 1902 in Frankreich statt. Die Radsportart wurde zusehends beliebter und breitete sich auch in angrenzende Länder aus. So fanden zum Beispiel auch in Belgien (1910), in der Schweiz (1912) und in Luxemburg (1923) Nationalmeisterschaften statt. Die erste Cyclocross-WM folgte etwa 30 Jahre später in Paris. Für deutsche Erfolge sorgten in 1970er und 80er Jahren unter anderem die Fahrer Klaus-Peter Thaler und Mike Kluge. Bei den Frauen war es vor allem Hanka Kupfernagel, die in diesem Sport als viermalige Weltmeisterin Geschichte schrieb.

Maßgebend für den Erfolg ist neben den Fahrkünsten natürlich auch die entsprechende Ausrüstung, insbesondere das richtige Rennrad. Rein äußerlich unterscheidet es sich kaum von einem normalen Rennrad, jedoch hat es einige technische Besonderheiten. Eine davon sind die Bremsen, am häufigsten werden Cantileverbremsen und V-Brakes verwendet. Auch haben Quervelos einen längeren Radstand, flachere Lehn – und Sitzwinkel sowie mehr Reifenfreiheit an Vorder – und Hinterrad. Deshalb sind die Rennräder auch besonders stabil. Die Crossrahmen sind meist Maßanfertigungen und genaustens auf den Fahrer abgestimmt. Da dieser das Rad teilweise auch tragen muss, werden leichte Materialien wie Carbon und Aluminium verwendet.

Cross Bike

Die Strecken bestehen meist aus einem ein bis drei Kilometer langen Rundkurs aus Feld – und Waldwegen. Diese haben möglichst viele natürliche Hindernisse wie steile Abhänge, umgefallene Baumstämme oder Bachläufe, die den Fahrer zum Absteigen zwingen. Beim Laufen wird das Rad über die Schulter geworfen und über die Hindernisse getragen. Für den Auf – und Abstieg gibt es verschiedene Techniken, diese sollten möglichst kräftesparend und schnell auszuführen sein. Tatsächlich gilt das klassische Bild von einem Fahrer, der mit einem geschulterten Rad einen schlammigen Abhang hinaufhastet als typisch für Cyclocross.