Trial

 

Mountainbike TrialDie Radsportart Trial wird mit Rädern ohne Federung und ohne Sattel gefahren. Es wird auf zwei Arten von Fahrrädern „getrialt“ – auf kleineren 20-Zoll-(Raddurchmesser) Trialbikes und auf, vom üblichen Mountainbike abstammenden, 26-Zoll-Trial-Mountainbikes. Die wesentlichen Unterschiede zu anderen Mountainbikes sind die sehr geringe Rahmenhöhe, die fehlende oder nur angedeutete Sitzgelegenheit, was zu mehr Bewegungsfreiheit führt. Es wird auf die Federgabel sowie die Vielzahl an Gängen verzichtet, da nur kleine Übersetzungen benötigt werden. Das geringe Gewicht des Rahmens trägt zum leichteren Hüpfen mit dem Trial-Fahrrad bei. Bei den 20-Zoll Rädern ist in der Regel gar keine Gangschaltung vorhanden.

Trial wird überall gefahren, wo es möglich ist. So bieten sowohl Natur als auch Städte (Urban- oder Street-Trial) reizvolle Hindernisse. Natürlich gibt es auch die Indoor-Variante, diese ist besonders gut für Wettkämpfe geeignet.

Beim Trial gilt es, das Fahrrad in jeder Situation perfekt zu beherrschen. Dabei wird nicht nur gefahren, sondern das Hüpfen und Springen über alle nur erdenklichen Hindernisse, oft auch in schwindelerregender Höhe, ist gefordert. Dafür benötigt man viel Körperbeherrschung, Balancegefühl, Konzentration, Kraft, Ausdauer und Mut zu gleichen Maßen. Aber auch die Fantasie ist wichtig, denn für jede Situation muss die am besten geeignete Fahrtechnik gewählt werden.

Im Trial-Wettkampf ist das Ziel, mit möglichst wenig Körperkontakt (zum Untergrund bzw. Hindernis) ein Fahrrad mit spezieller Geometrie durch einen natürlichen oder künstlichen Parcours hindurchzubewegen. Oft sind Elite-Sektionen so schwierig, dass sie sogar zu Fuß nicht oder nur schwer zu bewältigen sind. Eine Sektion ist ein Geländeabschnitt, der mit Bändern, Tafeln und Pfeilen versehen ist, welche die Fahrspuren der verschiedenen Kategorien anzeigen. Jede Kategorie wird durch eine eigene Farbe gekennzeichnet. Eine Sektion kann verschiedenste Elemente enthalten, wie steile Auf- oder Abfahrten, Bachdurchfahrten, Wurzelpassagen, Felsen, Baumstämme oder -strünke, mit Schotter-, Schräghang- oder Schlammpassagen. Oft werden diese natürlichen Sektionen noch durch künstliche ergänzt. Häufige Elemente sind hierbei Betonröhren, Paletten, Kabelrollen, Bretter, Ölfässer oder ausgediente Autos. Eine Sektion muss in einer vorgegebenen Zeit (z. B. 2 Minuten) absolviert werden. Je nach Alterskategorie und Veranstalter müssen vier bis acht Sektionen durchfahren werden, und das in der Regel drei- oder viermal.